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Babyfüße lassen viele Herzen höher schlagen. Sie sind so winzig, dass man gar nicht anders kann, als sie ständig anfassen zu wollen. Die ersten Söckchen werden schon bald gegen Krabbelschuhe getauscht und ehe die Eltern sich versehen, läuft ihr Baby torkelig die ersten Schritte - ein Meilenstein in der Entwicklung.

Rund 99% der Babyfüße kommen gesund zur Welt, das besagt auch der Deutsche Kinderfuß-Report vom Bundesverband der Deutschen Schuhindustrie und dem Deutschen Schuhinstitut. Baby- und Kinderfüße sind durch ihre Anatomie sehr anpassungsfähig und bilden sich nur durch ausreichend Bewegung und Barfußlaufen bestmöglich aus.
Doch warum werden die kleinen Füße immer wieder in zu kleine, enge und starre Schuhe gezwängt? Diese Entscheidung hat fatale Folgen: Denn eine zu frühe oder falsche Schuhwahl führt zu einer Hinderung des natürlichen Abrollverhaltens des Fußes und der Zehen. Das äußere Einwirken führt dazu, dass die gesunden Babyfüße bereits im Kindergarten- oder Schulalter Fußfehlstellungen wie Plattfüße oder Spreiz-/Senkfüße aufweisen, die sich unbehandelt mit der Zeit festigen und spätestens im Erwachsenenalter erhebliche körperliche Beschwerden mit sich bringen können. Diese Beschwerden äußern sich meistens an den Hüften, Knien oder am Rücken.

Der Kinder-Report brachte zudem ein überraschendes Ergebnis hervor:
Durch die mediale Aufmerksamkeit, dass Kinder viel zu kleine Schuhe tragen, gibt es mittlerweile einen nicht weniger erschreckenden Wandel - Über 40% der untersuchten Kinder trugen Schuhe bis zu drei oder sogar vier Nummern zu groß. Scheinbar hat sich das elterliche Kaufverhalten dahingehend gewandelt, dass nun Schuhe gekauft werden, in die die Kinder noch „reinwachsen“ können.

Ratsam ist die Beachtung verschiedener Tipps, damit Kinderfüße zu gesunden Erwachsenenfüßen heranwachsen können:

  • Baby- und Kinderfüße sollten sich so oft und so lange wie möglich barfuß bewegen können. So können sich Muskeln und Sehnen bestmöglich entwickeln.
  • Achtung bei sogenannten „Lauflernschuhen“, auch diese sind häufig zu steif.
  • Regelmäßige Überprüfung der Schuhgröße, in der Länge und in der Breite.
  • Ausreichend Bewegung, idealerweise auf verschiedenen Bodenbeschaffenheiten, das hilft der Entwicklung von Koordination und der gesunden Ausbildung des Fußes.
  • Bei auffälligen Druckstellen oder Fehlstellungen sollte umgehend ein Arzt oder Orthopäde aufgesucht werden.

Falls Du Fragen zu diesem Thema hast oder Dich auf fremdes Anraten hin verunsichert fühlst, beraten wir Dich gerne telefonisch unter 0521-73939, via Mail unter info@orthopaedie-moch.de oder persönlich nach Terminvereinbarung.

Fazit:

Durch zu frühes und ungeeignetes Schuhwerk sowie durch mangelnde Bewegung können sich Kinderfüße nicht richtig entwickeln und es führt zu Fußfehlstellungen, die oftmals erst im Erwachsenenalter erkannt werden, wenn bereits Beschwerden auftreten. Wir raten deshalb dazu, dass sich Kinderfüße möglichst lange und häufig ohne Schuhe entwickeln können. Denn nur ein gesunder Kinderfuß trägt uns als Erwachsene gut durchs Leben.